Aus der Sicht des ungeborenen Kindes

Bereits das ungeborene Kind stellt einige Ansprüche an seine Eltern, damit optimale Voraussetzungen für sein unbeschwertes Aufwachsen vorliegen. Im Folgenden sind diese Ansprüche bezogen auf Ernährung und Bewegung aus der Sicht des ungeborenen Kindes aufgeführt.

Ultraschallbild

Quelle: www.pixelio.de

 

In der Schwangerschaft tut es mir gut, wenn…

  • Ernährung
    • meine Eltern zu meinem Schutz auf bestimmte Lebensmittel und Genussmittel verzichten.

    • meine Mutter sich wohl fühlt. Sie soll ein entspanntes Verhältnis zum Essen haben.

    • meine Eltern grundsätzlich abwechslungsreich und ausgewogen essen. Das soll zur guten Gewohnheit in unserer Familie werden.

    • meine Mutter ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

    • meine Mutter Lebensmittel nach dem Grundsatz „Qualität statt Quantität“ auswählt. So werde ich am besten mit Nährstoffen* versorgt.

    • meine Mutter auf eine angemessene Gewichtszunahme* achtet. So kann sie vermeiden, dass wir beide später dick werden.

    • meine Mutter Supplemente* nur in Rücksprache mit ihrem Arzt und ihrer Hebamme einnimmt.

    • meine Mutter sich schon jetzt auf das Stillen vorbereitet. Es soll für sie zur Selbstverständlichkeit werden, sobald ich geboren bin.

    • meine Eltern sich intensiv auf die Zeit mit mir vorbereiten.

  • Bewegung
    • meine Eltern ihren Lebensalltag aktiv gestalten. Das soll in unserer Familie eine Selbstverständlichkeit sein.

    • meine Mutter und mein Vater alltägliche Bewegungsmöglichkeiten nutzen. Viele kleine Bewegungszeiten* erzielen eine große Wirkung.

    • meine Eltern gemeinsam sportliche Freizeitaktivitäten unternehmen.

    • meine Mutter möglichst sportlich aktiv bleibt. In einer komplikationslosen Schwangerschaft* verbessert Sport meine Sauerstoff- und Nährstoffversorgung.

    • der Sport unter qualifizierter Anleitung stattfindet, falls meine Mutter bisher nicht sportlich aktiv war.

Darum wünsche ich mir in der Schwangerschaft, dass…

  • Ernährung
    • meine Eltern nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.

    • meine Mutter lernt, mit Heißhunger, Sodbrennen und Übelkeit umzugehen. Sie kann z. B. statt 3 große, 5-6 kleine Mahlzeiten essen und immer wieder zwischendurch etwas trinken.

    • meine Eltern reichlich pflanzliche, mäßig tierische und wenig fett- und zuckerreiche Lebensmittel (s. optimierte Mischkost*) kaufen und essen.

    • meine Mutter täglich mindestens 2 l Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnten Fruchtsaft trinkt.

    • sie ab der 13. Schwangerschaftswoche zusätzlich 250 kcal ( ) pro Tag in Form von Obst, Gemüse, Getreide und Milchprodukten zu sich nimmt.

    • meine Mutter wegen der Gefahr, Krankheiten auf mich zu übertragen auf rohe Lebensmittel* verzichtet.

    • sie zu meiner optimalen Versorgung und Entwicklung ausreichend Folsäure und Jod* zu sich nimmt.

    • meine Mutter sich bereit macht, mich 6 Monate lang ausschließlich zu stillen.

    • meine Eltern sich in Eltern- und Geburtsvorbereitungskursen mit anderen über meine Bedürfnisse austauschen.

  • Bewegung
    • meine Eltern Wege zu Fuß gehen statt mit dem Auto zu fahren, die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen.

    • meine Eltern beispielsweise gemeinsam Rad fahren, Spazieren oder Schwimmen gehen.

    • meine Mutter weiter Sport treibt. Kontakt-, Ball-, und Kampfsportarten* sollten vermieden werden. Sobald Beschwerden auftreten muss die Belastung reduziert werden.

    • meine Mutter Kursangebote wie: Walking, Schwimmen, Aqua-Fitness oder „Aktiv und gesund durch die Schwangerschaft“* nutzt.

Hinweis:

  • 250 kcal sind z. B.: 1 Scheibe Vollkornbrot mit Käse und 2 Möhren

  • Belastungsintensität:
    Die Belastung sollte nur so intensiv sein, dass sich die Schwangere dabei noch locker unterhalten kann. Um eine Überlastung zu vermeiden, sollte der Puls nicht über 140 Schläge pro Minute steigen.
 

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Department Sport & Gesundheit

Fachbereiche:
Sportwissenschaft und Ernährung & Verbraucherbildung

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