Eltern

 

Einleitung

Tipps für den Umgang mit Medien

Fragen an Erwachsene

Netzwerk „Unbeschwert aufwachsen im Kreis Paderborn”

Links

Literatur & Downloads

 

 

Einleitung

 

Die Zusammenarbeit mit Eltern stellt eines der wichtigsten Mittel dar, um zwischen vorschulischen sowie schulischen Bildungseinrichtungen und familiären Strukturen zu vermitteln und ist daher auch von besonderer Bedeutung in PAPI.

 

In den ersten Lebensjahren eines Kindes sind die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen. Mit zunehmendem Alter bauen Kinder auch zu anderen Personen Beziehungen auf. Mit dem Besuch einer vorschulischen Bildungseinrichtung oder Grundschule werden Erzieher und Erzieherinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen zu prägenden außerfamiliären Bezugspersonen und die Kindertageseinrichtung und Grundschule zu einem bedeutsamen Lern- und Erfahrungsfeld für Kinder. Für Eltern werden die Erzieher/innen und Lehrer/innen zu wichtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern, um Erziehungs- und Bildungsprozesse des Kindes optimal auszugestalten.

 

Eltern bekleiden daher auch eine Schlüsselposition, wenn eine nachhaltige Adipositasprävention und –intervention für Kinder angestrebt wird. Nur durch die intensive Einbindung von Eltern können Maßnahmen zur Prävention und Intervention nachhaltig und wirkungsvoll umgesetzt werden1.

 

Sie sind verantwortlich für die häuslichen Rahmenbedingungen, in denen Kinder aufwachsen. Sollen gesundheitsförderliche Maßnahmen Kindergarten- und Grundschulkinder erreichen, stellen Eltern, neben der institutionellen Einrichtung, einen wichtigen Zugangsweg dar. Nur durch ihre Sensibilisierung, Information und praxisorientierte Konzepte, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen, können für Kinder ernährungs- und bewegungsbezogen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die ihre gesunde Entwicklung fördern und der steigenden Übergewichtsrate von Kinder langfristig entgegenwirken.

 

Vor diesem Hintergrund wird in PAPI eng mit Grundschulen 2 sowie dem pädagogischen Fachpersonal zusammengearbeitet, um die Eltern als Zielgruppe zu erreichen und auf diesem Weg Maßnahmen zur Prävention und Intervention von Übergewicht und Adipositas für Kinder von 6 bis 10 Jahren zu verankern. Lehrer/innen fungieren hierbei als Multiplikatoren und stellen den wichtigsten Zugangsweg zu den Eltern dar.

2 Siehe u. a. Projekte „Eltern und Schule“, „Projekttag ‚besser essen – mehr bewegen’“ und „Walking Bus“

 

Tipps für den Umgang mit Medien


„Second Life“ – eine zweite Chance oder Leben aus zweiter Hand?
- Beratung für den Umgang mit Medien-

 

(Psychologische Beratungsstelle für Schule, Jugend und Familie des Kreises Paderborn -Regionale Schulberatungsstelle-)

 

Empfehlungen zum Fernseh- und Computerkonsum der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA):

  • Kinder unter drei Jahren sollen überhaupt nicht fernsehen oder Computer spielen.
  • Vorschulkinder zwischen drei und fünf Jahren sollen nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag vor dem Fernseher oder am Computer verbringen.
  • Bei Grundschulkindern sind bis zu einer Stunde Fernseh- bzw. Computerzeit pro Tag akzeptabel.
  • Kinder sollen nur einmal am Tag eine bestimmte Sendung schauen. Danach wird der Fernseher abgeschaltet.
  • Morgens vor dem Kindergarten oder vor der Schule, während der Mahlzeiten und unmittelbar vor dem Schlafengehen bleiben Fernseher bzw. Computer ausgeschaltet.
  • Dauert eine Sendung länger als die vereinbarte Zeit, sollte sie in altersgerechte „Portionen“ mit Hilfe eines DVD- oder Videorecorders aufgeteilt werden.
  • Kinder sollen auf gar keinen Fall alleine vor dem Fernseher sitzen und Eltern sollen darauf achten, dass auch nur die abgesprochene Sendung geschaut wird.
  • Fernsehgeräte gehören nicht ins Kinderzimmer.
  • Kinder unter zehn Jahren sollen nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen im Internet surfen.

 

Fragen an Erwachsene

 

Im Umgang mit dir selbst:

  • Denkst du über deine Ernährung und über dein Bewegungsverhalten nach?
  • Nutzt du selbst die Möglichkeiten im Alltag, dich zu bewegen und gut zu ernähren?
  • Bildest und pflegst du „gute“ Gewohnheiten – und festigst so eine gesunde Lebensweise?
  • Erkennst du deine eigenen Stärken?
  • Suchst du Unterstützung in einem geeigneten Umfeld?
  • Unterstützt du gesundheitsfördernde Maßnahmen im Rahmen deiner Möglichkeiten?

Im Umgang mit mir und anderen Kindern:

  • Denkst du darüber nach, wie du mir und anderen Kindern die Freude an gesundheitsförderlicher Ernährung und Bewegung vermitteln kannst?
  • Schaffst und nutzt du für uns die vielfältigen Möglichkeiten zur gesundheitsförderlichen Bewegung und Ernährung?
  • Lässt du mich und andere Kinder eigene Erfahrungen machen?
  • Förderst du unsere Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit?
  • Motivierst du uns, eine gesunde Lebensweise zu pflegen?
  • Nutzt du dazu geeignete, unterstützende Netzwerke?

 

 

Netzwerk „Unbeschwert aufwachsen im Kreis Paderborn”

 

Jeder Erwachsene in Familie, Beruf und Institution trägt eine Verantwortung für das unbeschwerte Aufwachsen von Kindern. In der Gemeinschaft mit anderen Menschen ist er damit nicht allein. Jeder Mensch lebt und handelt in Netzwerken. Das sind lebendige Strukturen, die durch das Handeln von Menschen getragen werden. Dabei können auch kleine Beiträge eine große Wirkung zeigen.
Nur wenn alle Handlungsspielräume für die Vermeidung des Übergewichtes genutzt werden, kann das Netzwerk erfolgreich arbeiten.

 

Es sind alle Erwachsenen angesprochen, ...

  • ihren persönlichen Beitrag für das „unbeschwerte Aufwachsen“ von Kindern im Kreis Paderborn zu erkennen.
  • „über den Tellerrand“ des Alltagshandelns hinaus zu sehen.
  • sich mit anderen Erwachsenen auszutauschen.
  • „gute“ Strukturen mit Gleichgesinnten zu stabilisieren.
  • die Zielsetzung „Adipositasprävention“ im Auge zu behalten.
  • sich Unterstützung zu suchen.
  • geeignete Kooperationen aufzubauen, zu pflegen und zu nutzen.
  • mit anderen Berufsgruppen verstärkt zusammenzuarbeiten.
  • das familiäre, berufliche, politische, institutionelle Umfeld zu motivieren.
  • geeignete Rahmenbedingungen für das „unbeschwerte Aufwachsen“ der Kinder zu schaffen.
  • politische und gesellschaftliche Einflüsse zum Zweck der Adipositasprävention geltend zu machen.

 

Links

 

Literatur & Downloads

  • Zusammenarbeit mit Eltern

    • Anschub.de / Bertelsmann-Stifung

    • Ärztekammer Nordrhein und AOK Rheinland / Hamburg: Gesund macht Schule. Erfolgreiche Elternarbeit – wie sie gelingen kann! Praxis und Ergebnisse 2004–2006
      Download
      Der Band informiert darüber, welche Möglichkeiten Eltern haben, sich an der schulischen Gesundheitsförderung zu beteiligen und welche Ansätze es für Schulen gibt, Eltern über das Thema "Gesundheit" zu informieren. Darüber hinaus stellen zehn Schulen ausführlich ihre Gesundheitsprojekte im Rahmen von Elternmitwirkung und Elterninformation vor.
      Kostenlos bestellbar unter:
      Ärztekammer Nordrhein,
      Sabine Schindler-Marlow,
      Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf,
      Telefon: 0211/4302 1378, Fax: 0211/4302 1244,
      E-Mail: sabine.schindler-marlow@aekno.de

    • Hans Dusolt / Elternarbeit. Ein Leitfaden für den Vor- und Grundschulbereich. Belz Verlag. Weinheim und Basel, 2001

    • Kathrin Hinze, Jutta Soehngen (Landeselternrat), Dr. Angelika Wolters (Kultusministerium): Gemeinsam für eine gute Schule. Symposium zum partnerschaftlichen Zusammenwirken von Elternhaus und Schule.
      Download

    • Werner Sacher / Erfolgreiche und misslingende Elternarbeit. Ursachen und Handlungsmöglichkeiten. Erarbeitet auf der Grundlage der Repräsentativbefragung an bayerischen Schulen im Sommer 2004. SUN-Heft (Schulpädagogische Untersuchungen) Nr. 24 (für 4 Euro zu bestellen unter: http://www.spaed.ewf.uni-erlangen.de/sun.htm)

    • Werner Sacher: Elternarbeit – lohnt der Aufwand?
      Eine kritische Analyse des internationalen Forschungsstandes, Nürnberg, Juni 2007
      ISBN-13: 978-3-925379-86-4  (für 2 Euro zu bestellen unter: http://www.spaed.ewf.uni-erlangen.de/sun.htm)

    • Werner Sacher: Elternarbeit: Forschungsergebnisse und Empfehlungen. Zusammenfassung 
      der Repräsentativ-Untersuchung an den allgemeinbildenden Schulen Bayerns im Sommer 2004. Nürnberg, November 2005
      ISBN-10: 3-925379-84-3; ISBN-13: 978-3-925379-84-0 (für 2 Euro zu bestellen unter: http://www.spaed.ewf.uni-erlangen.de/sun.htm)

    • Werner Sacher: Elternhaus und Schule: Bedingungsfaktoren ihres Verhältnisses, aufgezeigt an der bayerischen Studie vom Sommer 2004. In: Bildung und Erziehung (2006) 59, Heft 3, S. 302 - 322

  • Literaturtipps für Eltern

    • Dr. Brigitte Beil / Mein Kind ist zu dick - was tun! So kann es seine Essensgewohnheiten verändern und auf gesunde Weise schlanker werden. Wilhelm Goldmann Verlag. München, 2004

    • Hilde Kolbe, Dr. Helmut Weyhreter / Mein Kind hat Übergewicht. Knaur Ratgeber Verlage. München, 2003
 

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