Aus Sicht des Kindes

Als Grundschulkind tut es mir gut, wenn …

 

Grundschüler beim SpielenFrühstücksdose eines Grundschülers

 

 

  • Ernährung
    • Erwachsene in meinem Umfeld gute Ess- und Trinkgewohnheiten* haben.

    • ich durch gut überlegte, klare und verbindliche Regeln für mein Essen und Trinken eine Orientierung bekomme.

    • ich fünf Mahlzeiten am Tag verlässlich angeboten bekomme. Dann habe ich über den Tag verteilt genug Energie. Außerdem gewöhne ich mich daran, mich selbst gut und regelmäßig zu versorgen.

    • die Schule für ein „geschütztes Angebot*“ im Umgang mit Essen und Trinken sorgt.

    • meine Mahlzeiten hauptsächlich aus Grundnahrungsmitteln* bestehen. Davon werde ich satt, aber nicht dick.

    • ich lernen kann, aus diesem Angebot frei zu entscheiden, ob, was und wie viel ich essen möchte (s. Angebot – Entscheidung*).

    • ich Geschmack an verschiedenen Lebensmitteln finde. Durch Abwechslung wird mein tägliches Essen nie langweilig. Ich bekomme alle Nährstoffe*, die ich brauche.

    • ich Wasser trinke und dieses zur guten Gewohnheit wird.

    • du dafür sorgst, dass ich in freundlicher, entspannter Atmosphäre* mit vertrauten Personen essen kann.

    • ich an der Vor- und Zubereitung des Essens beteiligt werde.

    • die Schule mich in Sachen Ernährung stark und schlau macht (s. Orientierungsrahmen nach REVIS*).

  • Bewegung
    • Erwachsene in meinem Umfeld ihren Alltag aktiv gestalten. So habe ich gute Vorbilder zur Orientierung.

    • ich von dir motiviert werde, meinen Alltag aktiv zu gestalten.  Alltagsaktivität wird so für mich zur Selbstverständlichkeit.

    • ich meinen Bewegungsdrang ausleben darf. Das unterstützt meine körperliche und geistige Entwicklung.

    • wir gemeinsam viele Bewegungsräume und –möglichkeiten nutzen. So kann ich vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln.

    • du mir genügend Zeit gibst, Bewegungen auszuprobieren. Das fördert meine motorische Entwicklung*.

    • ich von dir Bewegungsaufgaben und -anreize erhalte, die mich körperlich an meine Grenzen bringen. Ich lerne so mich selbst gut einzuschätzen.

    • du mit mir gemeinsam in der Freizeit sportliche Aktivitäten unternimmst.

    • ich mit Gleichaltrigen sportlich aktiv sein darf.

    • die Freude an Sport und Bewegung im Vordergrund steht und nicht nur die Leistung.

    • du meine Anstrengungen im Sport wahrnimmst und sie lobst.

 

Grundschüler beim EssenSpielsachen

 

 

Darum wünsche ich mir als Grundschulkind, dass …

  • Ernährung
    • du mit mir gemeinsam am Tisch isst und dich mit mir und nicht mit der Zeitung, dem Fernseher oder dem Kühlschrank beschäftigst.

    • es besonders für die Mahlzeiten und den Umgang mit Süßigkeiten und süßen Getränken Regeln gibt.

    • ich mindestens einmal am Tag gemeinsam mit der Familie esse.

    • ich selbstverständlich beteiligt werde: einkaufen, Essen planen, vor- und zubereiten, Tisch decken, spülen, aufräumen.

    • ich in der Küche etwas zubereiten oder kochen kann: zusammen mit dir, anderen Erwachsenen, auch mal alleine oder mit Freunden.

    • du ein gutes und ehrliches Vorbild im Umgang mit dem täglichen Essen und Trinken bist.

    • es an den Schultagen selbstverständlich ein Frühstück zu Hause und eines für die Schule gibt.

    • Eltern und Lehrer sich absprechen, was wir zu essen und zu trinken mitbringen dürfen (s. geschütztes Angebot*).

    • ich als Durstlöscher Wasser zum Trinken habe: in der Schule, zu Hause und unterwegs, dass du es auch trinkst und es mir aktiv anbietest.

    • ich bei den Mahlzeiten am Tisch genug Zeit habe, um entspannt essen zu können (mind. 30 Minuten).

    • ich bei der Essensplanung mitbestimmen kann und meine Wünsche berücksichtigt werden.

    • ich durch andere Kinder angeregt werde, neue Lebensmittel und Speisen zu probieren.

    • wir im Unterricht Lebensmittel und den Umgang mit ihnen kennen lernen.

    • die Schule Verantwortung dafür übernimmt, dass ich lerne, mit mir, mit anderen, mit dem Essen und Trinken und dem gesellschaftlichen Nahrungsangebot* verantwortlich umzugehen.

      » Erläuterungen dazu im PAPI-Qualitätsleitbild für
         Adipositasprävention in der Grundschule


  • Bewegung
    • wir die Treppe statt den Fahrstuhl nutzen.

    • wir Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurück legen.

    • du als mein Vorbild selbst Sport treibst.

    • Ich zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zur Schule komme.

    • du mich zu Hause toben und auch raufen lässt.

    • du mir zu Hause spannende Bewegungsaufgaben stellst: alles mit der linken Hand oder  mit geschlossenen Augen erledigen, sich hüpfend auf einem Bein fortbewegen.

    • ich viel draußen spielen darf: im Wald, auf dem Spielplatz, auf dem Hof, auf der Spielstraße.

    • du mit mir regelmäßig spazieren oder schwimmen gehst, mit mir skatest oder Rad fährst.

    • ich mit dir gemeinsam die Natur entdecken kann.

    • du mir während unserer gemeinsamen Spaziergänge spannende Bewegungsaufgaben stellst wie  z.B. auf einer Mauer rückwärts balancieren oder um die Wette laufen.

    • ich selbstständig meine Bewegungserfahrungen sammeln darf und Zeit dafür habe: auf einen Baum klettern, über einen Baumstamm balancieren.

    • ich im Sportverein aktiv sein kann, um gemeinsam mit anderen Kindern Sport zu treiben.

    • ich die Grenzen meiner körperlichen Leistungsfähigkeit erfahren kann.

    • du mir die Möglichkeit gibst, meine körperlichen Fähigkeiten mit anderen Kindern zu messen.

    • bei der Mannschaftswahl leistungsstarke Kinder nicht bevorzugt werden.

 

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Department Sport & Gesundheit

Fachbereiche:
Sportwissenschaft und Ernährung & Verbraucherbildung

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