"Neue Eltern"

Fragen an Erwachsene

 

Im Umgang mit dir selbst:

  • Denkst du über deine Ernährung und über dein Bewegungsverhalten nach?

  • Nutzt du selbst die Möglichkeiten im Alltag, dich zu bewegen und gut zu ernähren?

  • Bildest und pflegst du „gute“ Gewohnheiten – und festigst so eine gesunde Lebensweise?

  • Erkennst du deine eigenen Stärken?

  • Suchst du Unterstützung in einem geeigneten Umfeld?

  • Unterstützt du gesundheitsfördernde Maßnahmen im Rahmen deiner Möglichkeiten?

Im Umgang mit mir und anderen Kindern:

  • Denkst du darüber nach, wie du mir und anderen Kindern die Freude an gesundheitsförderlicher Ernährung und Bewegung vermitteln kannst?

  • Schaffst und nutzt du für uns die vielfältigen Möglichkeiten zur gesundheits-förderlichen Bewegung und Ernährung?

  • Lässt du mich und andere Kinder eigene Erfahrungen machen?

  • Förderst du unsere Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit?

  • Motivierst du uns, eine gesunde Lebensweise zu pflegen?

  • Nutzt du dazu geeignete, unterstützende Netzwerke?

 

Mit der Zielsetzung der Primärprävention wurden im Rahmen des PAPI-Projektes zur allgemeinen Ansprache der neuen Eltern Informationsmaterialien für die Rückseiten der gelben Kinder-Untersuchungshefte entwickelt, die von Fachkräften aus Geburtshilfe und Kinderheilkunde ausgegeben werden und als Beratungsleitfaden dienen. Denn die ersten Lebensjahre des Kindes sind eine sensible und unter Umständen entscheidende Phase für Veränderungen des Lebensstils einer Familie. Ein Ziel ist dabei die Erweiterung des Bewusstseins der neuen Eltern bezüglich der Relevanz ihres Lebensstils für das gesunde und unbeschwerte Aufwachsen ihrer Kinder. Denn die falsche Nahrungsauswahl in den ersten Lebensmonaten erhöht das Risiko für die Entstehung von lebenslangen Erkrankungen wie z.B. kindliches Übergewicht. Bewegungsarmut bereits in den ersten Lebensmonaten schadet der körperlichen, motorischen und geistigen Entwicklung des Kindes. Und ist ein Kind erst einmal übergewichtig geworden, so bedeutet das in der Regel, dass das Übergewicht lebenslang bestehen bleibt und tendenziell zunimmt. Die Folgen für das Kind sind aus medizinischer (Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Arteriosklerose, orthopädische Probleme etc.) und psychosozialer Sicht (Hänseleien, schlechtere Chancen bei Berufs- und Partnerwahl) dramatisch.  Die Therapie ist schwierig, zeitaufwendig, teuer und gelingt nur mit höchster Motivation des Kindes und seiner Familie. Daher ist es unser und hoffentlich auch Ihr Anliegen, kindliches Übergewicht erst gar nicht entstehen zu lassen.

 

Info erste Lebensjahre

 

Für die praktische Umsetzung der Bewegungsförderung im Säuglingsalter durch die Eltern entwickelte das PAPI-Projekt das Karteikartensystem „Häusliche Bewegungsräume“. Diese Karteikarten mit Bewegungsanregungen für „zu Hause“ werden von Multiplikatoren (Kinderärzte, Hebammen, Krabbelgruppenleitern oder von aufsuchenden Sozialarbeitern der Jugendämter an die Eltern weitergegeben. Sie können sich diese Materialien aber auch hier direkt ansehen.

häuseliche Bewegungsräume

 

Häusliche Bewegungsräume
für Kinder
im ersten Lebensjahr

 

Mit den folgenden Übungen und Bewegungsspielen können Sie Ihr Baby jeden Tag zu Hause bei seiner Entwicklung begleiten und seine Entwicklungsfortschritte spielerisch fördern. Das Ziel ist eine erfüllte Spielzeit ohne Leistungsdruck für Sie und Ihr Baby. Sie geben ihrem Baby durch gezielte, alltägliche Handlungs- und Bewegungsabläufe, Möglichkeiten seine Selbstständigkeit zu erfahren und weiter zu entwickeln.

 

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Department Sport & Gesundheit

Fachbereiche:
Sportwissenschaft und Ernährung & Verbraucherbildung

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