Aus der Sicht des Säuglings

Säugling mit Ball

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Säugling tut es mir gut, wenn…

  • Ernährung
    • ich zum Schutz vor Krankheiten, Allergien und Übergewicht bis zum alter von 6 Monaten ausschließlich Muttermilch trinke.

    • du mich daher erst ab dem alter von 6 Monaten mit Beikost* fütterst.

    • du mir deine guten Ess- und Trinkgewohnheiten* vorlebst. Diese werden auch bei mir schon sehr früh geprägt.

    • ich mich langsam an die Grundnahrungsmittel* meiner Familie gewöhnen kann. die frühen Vorlieben sind oft die stabilsten.

    • mir der Aufbau eines guten Mahlzeitenrhythmus* ermöglicht wird. das ist eine wichtige Grundlage für meine Leistungsfähigkeit.

    • du mir Beikostmahlzeiten* selbst zubereitest. Mit Nahrungsmitteln der Saison und aus der Region schonst du auch meine und deine Umwelt.

    • du mir Wasser als Getränk anbietest. das soll für mich zur guten Gewohnheit werden.

    • wir mindestens einmal täglich eine entspannte Familienmahlzeit einnehmen. dann kann ich unser Familienleben von Anfang an auch am Tisch genießen.

    • meine Großeltern, Verwandten, Freunde und Bekannten beim Essen und Trinken dieselben Grundsätze beachten wie meine Eltern.

  • Bewegung
    • du mir einen aktiven Alltag vorlebst und selbst sportlich aktiv bist.

    • ich in den aktiven Alltag meiner Familie einbezogen werde.

    • ich meinen natürlichen Bewegungsdrang ausleben darf. dieser ist grundlegend für meine motorische Entwicklung*.

    • du mich zu ausreichend Bewegung motivierst. Bewegung ist für meine Entwicklung und mein Lernen eine unbedingte Vorraussetzung.

    • du mir vielfältige Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Sinnesreize* bietest. So können sich meine Sinne optimal entwickeln.

    • du mir Möglichkeiten und Räume schaffst, diese Reize eigenständig wahrzunehmen.

    • ich durch gezielte Bewegungsübungen gefördert werde.

    • ich nach der Aktivität Ruhe und Entspannungsphasen genießen kann. in Ruhe kann ich das erlebte verarbeiten.

Darum wünsche ich mir als Säugling, dass…

  • Ernährung
    • ich über 6 Monate ausschließlich gestillt werde.

    • meine Mutter bei Stillproblemen ihre Hebamme zu Rate zieht.

    • ich über 6 Monate ausschließlich Pre-Nahrung* bekomme, falls ich nicht gestillt werden kann.

    • ich mit 6 Monaten zunächst mit gekochtem Gemüse gefüttert werde. Später kommen Kartoffeln und  püriertes Fleisch dazu. den Brei können meine Eltern selber kochen.

    • du mir als zweite Mahlzeit z.B. abends einen Milch-Getreide-Brei* selbst zubereitest.

    • du mich nach weiteren 4 Wochen mit einem milchfreien Getreide-Obst-Brei* als Zwischenmahlzeit fütterst.

    • ungefähr alle 4 Wochen eine Milchmahlzeit durch eine Brei-Mahlzeit ersetzt wird.

    • die Breimahlzeiten den Übergang zur optimierten Mischkost* meiner Familie bilden.

    • die Milch, die ich ein- bis zweimal täglich weiterhin trinke, nach wie vor Muttermilch oder Pre-nahrung ist.

    • wir gemeinsam einen guten Mahlzeitenrhythmus* aufbauen.

    • ich Wasser oder ungesüßten Tee aus einem Becher oder einer Tasse trinken darf.

    • Wasser auch dein Getränk ist.

    • ich unsere Gemeinschaft am Tisch  erlebe.

    • ich meine Mahlzeiten in entspannter Atmosphäre*  einnehme.

    • mir andere nur die nahrungsmittel geben, die ich auch von meinen Eltern bekomme.

    • ich am und mit einem Jahr vom Tisch meiner Familie mitessen darf.

  • Bewegung
    • unsere Familie Wege zu Fuß statt mit dem Auto zurücklegt.

    • wir oft die Treppe statt den Fahrstuhl nutzen.

    • ich nicht im Baby-Autositz, in der Wippe oder im Gehfrei* „aufbewahrt” werde.

    • ich im wachen Zustand häufig in Bauchlage liegen darf.

    • du mir Zeit zum freien Spiel lässt. So kann ich mich und meine Umgebung am besten wahrnehmen.

    • du mich oft unbekleidet spielen lässt. Nackt habe ich die meiste Bewegungsfreiheit. Es muss dabei um mich herum warm genug sein.

    • du mir Alltagsmaterialien zum Spielen gibst: ein weiches Tuch, Schwamm, Handbürste usw. Sie müssen aber so groß sein, dass ich sie nicht verschlucken kann.

    • du mich im Raum, über dich oder über Gegenstände robben, krabbeln oder klettern lässt  (siehe „Häusliche Bewegungsräume”).

    • du mich durch viel Lob motivierst und stärkst.

    • wir gemeinsam Bewegungsmöglichkeiten nutzen: Baby-Schwimmen, Bewegungs- oder Krabbelangebote, ...

    • du solche Angebote auch zum Austausch mit Fachkräften und anderen Eltern nutzt.

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Department Sport & Gesundheit

Fachbereiche:
Sportwissenschaft und Ernährung & Verbraucherbildung

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